#Ausgabe – 2020 Die Schuljahre sind wunderbar…

Traditionell läutete die letzte Schulglocke in Ostkasachstan am 25. Mai, allerdings im neuen Online-Format, was die feierliche Stimmung des Festtages nicht beeinträchtigte.

Am letzten Schultag vereinigten sich die Klassenlehrer aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Eindämmung von Coronavirus-Infektionen in der Region zusammen mit den Kindern und Eltern in einem virtuellen Raum, in dem sie über die Ergebnisse dieses Schuljahres erzählten.

Eine eigene Abschlussveranstaltung fand auch für die Teilnehmer an den Kursen der Jugendgruppen der regionalen deutschen ethnokulturellen Vereinigung „Wiedergeburt“ statt.

Die Jugendgruppe entstand im Zentrum aufgrund der Initiative der Lehrkraft Elena Urjumzewa. Als kreative und tatkräftige Pädagogin und Wegbereiterin leitete sie trotz der großen Arbeitsbelastung in der Schule die Arbeit mit der Jugend. Da sie selbst eine Person mit einer aktiven Lebenseinstellung ist, welche sich selbst ambitionierte Aufgaben stellt und Erfolge erringt, gelang es Elena, ihren Schülern die Liebe zur Sprache zu vermitteln. Die Tatsache, dass eine treue Stammgruppe bis zum Finale des Jahres durchgehalten und die Prüfungen bestanden hat, kann man sicher zu der Anzahl ihrer vielen Erfolge hinzuzählen.

Während des gesamten Schuljahres erfassten die Jungs und Mädels unter der strengen Leitung Elenas die Grundlagen der deutschen Sprache, offenbarten gute Resultate und nahmen an verschiedenen Kulturveranstaltungen teil. Zum Beispiel haben die Kursteilnehmer an Weihnachten Lieder gesungen, Gedichte vorgelesen und Theaterstücke in der Stadtbibliothek von Ust-Kamenogorsk aufgeführt.

In Erinnerung bleiben werden die Workshops, offenen Unterrichtsstunden unter Teilnahme von Freiwilligen aus Deutschland und die Geburtstage der Jungs und Mädels, welche sie alle zusammen gefeiert haben. Und selbst das Online-Format hat die Lehrerin nicht aus dem Konzept gebracht. Obwohl Elena zu Beginn Nächte damit verbrachte, Webinare anzusehen, Programme zu installieren und verschieden Präsentationen zu erstellen. Dies war eine großartige Leistung der Lehrerin und der Schüler, die im Lerntempo nicht nachließen.

– Ich bin dankbar für diesen Kurs, – sagt Richart Naak, ein Teilnehmer der Gruppe. – Die Unterrichtsstunden im Klub der deutschen Jugend und in den Sprachkursen von Elena Urjumzewa haben mich in vielerlei Hinsicht begeistert. Zum Beispiel habe ich beschlossen, meine berufliche Aktivität mit der deutschen Sprache zu verbinden. In diesem Jahr habe ich die Medizinhochschule Ust-Kamenogorsk mit dem Berufsdiplom des „Arzthelfers“ abgeschlossen. Jetzt möchte ich mit Übersetzungstätigkeiten weitermachen. Ich habe meine Dokumente an der Staatlichen Amanzholow-Universität Ostkasachstan eingereicht.

Warme Worte waren auch von anderen Kursteilnehmern zu hören, für die die Unterrichtsstunden mehr als nur Lernen war. Die Jungs und Mädels haben festgestellt, dass sie hier Freunde gefunden haben.

– Vielen Dank an die Lehrerin Elena Urjumzewa, die immer für jede Unterrichtsstunde vorbereitet war und versucht hat, daraus ein wahres Fest zu machen, – teilte Pawel Paul mit, – Die Lehrerin hat ihre Seele in jede Unterrichtsstunde gesteckt. Das haben wir gespürt! Und das Resultat ließ nicht lange auf sich warten. Wir haben angefangen, auf Deutsch zu sprechen. In den Sommerferien werden wir die Kurse, die Jungs und Mädels und unsere Pädagogin vermissen.

Ein besonderes Finale war das Ritual der Reflexion, bei dem Jeder seine erlangten Erfolge mitteilte. Trotz der Tatsache, dass zum Format des Fernunterrichts gewechselt werden musste, wurde der Unterricht nicht unterbrochen und die Jungs und Mädels setzten nicht eine Woche aus damit, die Sprache von Schiller und Goethe zu erleben.

Elena Paschke

Übersetzung: Philipp Dippl

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