In diesem Jahr hat das Zentrum der zusätzlichen Vorschulbildung „Wunderkind“ der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ der Stadt Nur-Sultan zum siebten Mal seine Zöglinge verabschiedet. Man kann kaum sagen,wie traurig es war, Abschied zu nehmen, viele der Jungen und Mädchen haben das Zentrum schließlich ganze drei Jahre lang besucht.

Eine fröhliche Zeit vor dem Abschied zu verbringen und sich an alles Gute zu erinnern, die Absolventen auf eine neue Reise schicken – das ist eine mühsame Aufgabe. Man muss sich im Vorfeld das Szenarium ausdenken, rechtzeitig die Aufführungen einstudieren, Gedichte und Lieder auf Deutsch auswendig lernen, und natürlich die festliche Dekoration und die Kostüme nicht vergessen. Das Motto der Abschlussfeier war der Besuch von Hanshase aus Deutschland. Hanshase ist eine Handpuppe aus einem Lehrbuch für die Früherziehung in deutscher Sprache, welches vom Goethe-Institut speziell für Vorschulkinder entwickelt wurde. Im Zentrum „Wunderkind“ basierte die Spracharbeit des gesamten Schuljahres auf diesem Lehrbuch. Deshalb freuten sich die Jungen und Mädchen mit den traditionellen Schultüten in der Hand sehr über das unerwartete Erscheinen ihres Mentors!

Der „Gast aus Deutschland“ teilte mit den Absolventen von „Wunderkind“ Geschichten aus seinem Schulleben, fragte, ob die Kinder für die Schule bereit sind, überprüfte die Deutschkenntnisse, spielte mit den Eltern und brachte natürlich Geschenke mit! Im Gegenzug demonstrierten die Jungen und Mädchen alles das, was sie das ganze Jahr über so fleißig gelernt hatten: Gedichte, lustige Tanzflashmobs und rührende Lieder über den Abschied vom Vorschulleben. Auch die Pädagogen des Zentrums „Wunderkind“ blieben nicht im Schatten.

Abschiedsworte sowohl von den Leitern als auch von dem geliebten Mentor, fanden einen Platz im Herzen jedes Absolventen und bleiben ohne Zweifel ein Leben lang in Erinnerung. Eine unerwartete Überraschung für alle Jungen und Mädchen war ein ihnen vertrautes herzliches Lied , das ihnen von den Lehrern gewidmet wurde.

Am Ende des Festes stand die Errichtung eines traditionellen Baumes. Jedes Kind hinterließ einen Fingerabdruck auf der prächtigen Baumkrone, der in einem Holzrahmen eingefasst ist und bereits den siebten (!) Ehrenplatz in der „Allee der Absolventen“ einnimmt. Die Überreichung der Zeugnisse, die überreichte Schultüte, das Fotoshooting und feierliche rote Bänder, alles dies machte den Festtag strahlend und unvergesslich.

Einen nicht weniger gewichtigen Beitrag zur Schaffung einer solch feierlichen Atmosphäre dieser Abschiedsveranstaltung leisteten unsere hochgeehrten Eltern. Die freundschaftliche Familie „Wunderkind“ wächst und erneuert sich von Jahr zu Jahr, denn alle die, die einmal durch den Willen des Schicksals unter das Dach unserer freundschaftlichen Gesellschaft der Deutschen und des Zentrums für Kinderentwicklung gelangt sind, werden ganz gewiss mit ganzem Herzen daran festhalten und für lange Zeit bleiben.

Elvira Minor

Übersetzung: Philipp Dippl

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