„Ex Germania semper aliquid novi“

Es war einmal ein beliebter Spruch der alten Römer: „Ex Africa semper aliquid novi“, d.h. „Aus Afrika gibt es immer etwas Neues.“ Ende 2018 könnten Sprachschüler dies so formulieren: „Ex Germania semper aliquid novi“.

Im Dezember 2018 beteiligte sich der Sprachassistent Yury Schmidt aus Potsdam aktiv an der Arbeit der Regionalgesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ in Semey. Der Besuch fand im Rahmen von Partnerschaftsprojekten der Landsmannschaft der Deutschen aus Russlan e.V. und der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ statt.

Dank seiner umfangreichen Interessen und beruflichen Fähigkeiten (Internet-Marketing, Fotografie, Grafik- und Webdesign, Kontakt-Improvisationstänze) konnte J. Schmidt nicht nur Deutschkurse, sondern auch interessante Workshops für Kinder und Jugendliche abhalten. Besonders wertvoll waren die Informationen über die Traditionen des modernen Deutschlands, die Möglichkeiten des Studiums, der Arbeit und der Geschäftsentwicklung.

Die Kombination aus hervorragender deutscher Sprache und relevanten Informationen sowie der Persönlichkeit und Charme von Yuri machte diese Zeit für Studenten verschiedenster Altersgruppen und Gemeindeaktivisten sehr nützlich. Keines der Projekte der regionalen Gesellschaft wurde vom Sprachassistenten ignoriert: Er führte Unterricht in verschiedenen Stufen durch, unterrichtete Jugend- und Kindergruppen, besuchte die Schule der fakultativen Bildung und das Zentrum für Vorschulbildung, organisierte einen Nikolaustag für die Sonntagsschule und Kindersprachkurse.

Semey ist eine kleine Stadt, aber Lehrer aus dem Ausland sind nicht ungewöhnlich. Dies sind jedoch in der Regel Spezialisten aus englischsprachigen Ländern. Die Kommunikation mit einem deutschen Muttersprachler ist eine seltene Gelegenheit für Menschen, die diese Sprache erlernen. Die Bewertungen waren voller Enthusiasmus und überaus positiv.

Ludmila Nikolaevna Velts, Besucherin der Deutschkurse: „Wie wunderbar ist es für uns, wenn wir Deutsch lernen, die Möglichkeit zu haben, mit einem Muttersprachler zu üben. Ich habe diesen Punkt oft in Fragebögen markiert, als das Projekt besprochen wurde, aber ich dachte nicht, dass sich unser Traum erfüllen würde! Vielen Dank an die Organisatoren!“

Maria Huber, Besucherin der Jugendgruppe: „Yuri hat uns viele interessante Möglichkeiten zum selbständigen Sprachenlernen gezeigt. Es ist sehr interessant, mit ihm zu sprechen, er weiß viel und ist bereit, sein Wissen zu teilen.“

Iskander Asemtayev, Student der Schule für fakultative Bildung: „Ich kommuniziere zum ersten Mal mit einer Person, die in Deutschland lebt! Ich wollte sofort mehr Wörter lernen! “

Beno Vizner, Jugendclubaktivist: „Kontaktimprovisation macht sehr viel Spaß und ist ungewöhnlich. Schön, dass wir Neues lernen können! “Yuri wiederum reagiert positiv auf seine zwei Wochen, die er in Semey verbracht hat. Die Neugier der Studenten, die Gastfreundschaft der Bürger, die Altstadt und die malerische Umgebung – der Kiefernwald und der Fluss Irtysh – haben mir gefallen. Der Gast aus Deutschland war besonders beeindruckt von der Tatsache, dass Theaterpremieren ein großes Ereignis für die Bürger sind und der Saal des örtlichen Theaters immer voll ist.

Kurzum, der Dialog war ein voller Erfolg und die Zusammenarbeit erwies sich für beide Seiten als angenehm und intensiv.

Olga Beder

Übersetzung: Philipp Dippl

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