Frohe Ostern!

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Farbenfroh und geschmackvoll wurde in Ridder und dem Dorf Berezowka im Kreis Glubokowsk das katholische Osterfest gefeiert, wo sich die Deutschen der gesamten Zweigfiliale der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Ridder vereinigt haben. Nach Berezowka sind ebenfalls die Deutschen aus den Dörfern Predgornoje und Progress gekommen, um Ostern zu feiern.

Die Vorsitzende der Gesellschaft „Wiedergeburt“ (LNKZ) Ljubow Ignatjewa gratulierte allen Landsleuten zum Osterfest und wünschte ihnen starke Gesundheit, Erfolg Herzlichkeit, Liebe und gute Stimmung, sie drückte allen Teilnehmern des Konzertes und den Zuschauern Worte der Dankbarkeit aus.

Die Abgeordnete des Stadtparlaments Ridder und Vorsitzende des Verwaltungsrates der Deutschen im Gebiet Ostkasachstan Galina Gilderman übernahm die Organisation des Kaffeekranzes und die Zusammenstellung von Ostergeschenken für die Kinder. Elena Schkabakowa brachte Konditoreiwaren und Ostereier in einem farbenfrohen Korb zum Fest mit.

Mit Worten der Gratulation sprach die Vorsitzende der Vereinigung der Soldatenmütter Ljubow Wilt.

Die Kinder schmückten den Osterbaum mit Filzeiern, banden an ihn Seidenbänder, sprachen Wünsche aus und gingen am Ende mit Weidenzweigen zu den Gästen, klatschten und sangen: „Weide, Weide, Weidenzweig! Er schlägt uns bis wir weinen! Krankheit, geh schon in den Wald! Doch Gesundheit, die kann bleiben! – Seid gesund und glücklich, liebe Gäste!“

Es erklangen Osterlieder, das Publikum applaudierte den Interpreten der deutschen Polka und des Tanzes des Ostereis von ganzem Herzen. Strahlend wie immer trat das Ensemble „Edelweiß“ mit der Premiere der Tänze „Die Bekanntschaft“ und dem „Meditativen Tanz“ auf, welche vom landesweiten Seminar der ethnokulturellen Arbeit mitgebracht wurden.

Der Höhepunkt des Festes war der Tango von Katarina und Wolodja Knaub. Zum Abschluss der Feierlichkeiten tranken alle Teilnehmer und Gäste Tee und probierten traditionelle deutsche Speisen, die von Marija Dik, Tatjana Feaktistinowa, Nadezhda Bener und Tatjana Kolesnikowa zubereitet wurden.

Im Dorfclub in Berezowsk haben die Mitglieder der Zweigstelle der deutschen öffentlichen Vereinigung „Wiedergeburt“ und die Beteiligten der künstlerischen Eigeninitiative eine ebenso farbenfrohe Veranstaltung organisiert. Die ehrenvolle Bürgerin des Kreises Glubokowsk Marija Jakowlewna Pekur kam, um den Dorfbewohnern zu gratulieren:

– Ostern, – sagte sie, – ist ein hell strahlendes Fest, welches die Völker verbindet und Liebe verbreitet.

Die Künstler (von den Kleinsten bis zu den Veteranen) stellten einige Inszenierungen der Traditionen des deutschen Osterfestes vor. Die Allerkleinsten erzählten von den wichtigsten Ostersymbolen: den gefärbten Eiern und dem Osterhasen. Die deutschen Kinder glauben, dass gerade die Hasen die bunten Eier bringen. Sie kommen in der Nacht angelaufen und verstecken ihre Geschenke, und wer sie zuerst findet, der wird das ganze Jahr lang erfolgreich und reich sein. Die Mitwirkenden der Gruppe „Aquarell“ Gulsum Awischankysa, Aleksandr Gradunow und Wiktorija Frizorge trugen Gedichte auf Deutsch vor. Zusammen mit dem Hasen (Wika Olejnikowa) und dem Küken (Zhenja Semenowa) haben die Jungs und Mädels gespielt, getanzt und den Osterbaum geschmückt, der den paradiesischen Baum des Lebens symbolisiert.

Die Ostertafel hat sich vor Speisen und Getränken gebogen, die von den aktiven Mitgliedern der Vereinigung und den Angehörigen des „Frauenclubs“ zubereitet wurden. Kuchen und Süßigkeiten, Ostereier und traditionelles Ostergebäck (Zuckerkuchen oder Streuselkuchen) wurde alles mit Grünzeug und Blumen verziert.

Erna Bogomolowa aus dem Dorf Progress bewirtete zuerst alle, und teilte dann mit allen das Rezept für Schnitzelsuppe.

– Schnitz, – erläuterte sie, – ist ein kleines Stück Obst, zum Beispiel Apfel. Zuerst muss man einen Brei aus Trockenfrüchten kochen. In die siedende Suppe gibt man mit Hife eines Teelöffels Eierschwemmschen (Spätzle oder Klößchen aus Mehl, Wasser, Eiern, Salz und Trinkwasser). Man lässt dies etwas aufkochen, fügt Salz hinzu, aber der Geschmack sollte süß bleiben. Vor dem Servieren der Suppe fügt man noch Sahne oder Smetana hinzu.

Ein Gast der Festlichkeiten, Iwan Andreew, lobte seine Schwiegermutter, die Deutsche war und herrlich kochte:

– Seitdem liebe ich die deutsche Küche, – sagt er. – Man sollte glauben, das sind sehr einfache Speisen, aber so lecker und sättigend. Eine lange Zeit lang fielen harte Prüfungen auf die Eltern meiner Frau Larisa. Sie waren gute und fleißige Menschen. Es freut mich sehr, dass ich heute auf dieser Feier sein kann.

Erinnerungen und traditionelle Rezepte teilte Irina Burmistrowa (mit dem Mädchennamen Schil) mit den Anwesenden. Das Wissen über die deutsche Küche übernahm sie von ihrer Großmutter Erna Egorowna Popp und ihrer Schwester Olga, die in den Kriegsjahren mit den Familien aus dem Wolgagebiet deportiert wurden. Die einzigartigen kulinarischen Rezepte werden bis heute von Generation zu Generation weitergegeben. Es sind Rezepte eines guten Lebens!

Ostern ist wirklich ein besonderer Feiertag. Die Mitwirkenden und Gäste dieser Feierlichkeit spürten hier ganz gewiss herzliche Wärme und Gemütlichkeit.

Andrej Kratenko

Ubersetzung: Philipp Dippl

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