Für Frieden und Freundschaft!

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38 Bewohner von Aktobe wurden mit der Jubiläumsmedaille «Қазақстан халқы Ассамблеясына 25 жыл» geehrt. Sie leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Bewahrung und Stärkung von Einheit und Eintracht. Unter den Ausgezeichneten ist das Mitglied der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Aktobe Inna Woloschina.

Der Akim des Gebietes Aktobe Ondasyn Urazalin nahm an der Veranstaltung teil, die dem 25. Jahrestag der Schaffung der Volksversammlung Kasachstans gewidmet war. Der Leiter der Region wies auf die besondere Rolle der Volksversammlung im gesellschaftspolitischen, im spirituellen sowie im kulturellen Leben des Landes hin:

– Dank der weitsichtigen Politik des Ersten Präsidenten der Republik Kasachstan – dem Führer der Nation und Vorsitzenden der Volksversammlung Kasachstans Nursultan Nasarbajew, wurde die interethnische Eintracht in Kasachstan zu einem Beispiel für die ganze Welt. Das kasachische Volk besitzt ein weises Sprichwort: «Бірлік түбі – береке». Alle unsere Errungenschaften und Erfolge wurden durch Einheit und Eintracht erzielt.

Für die Leiterin der „Sonntagsschule“ Inna Anatoljewna ist es die erste Auszeichnung im Rahmen der Wiedergeburt:

– Es war unerwartet und natürlich sehr angenehm, dass meine Verdienste gewürdigt wurden. In unseren Unterrichtsstunden sind Vertreter verschiedener Nationalitäten anwesend. Es ist erfreulich, dass die Kinder von der deutschen Sprache angezogen werden. Wir versuchen, ihnen dabei zu helfen. Die Arbeit in der deutschen Gesellschaft bedeutet auch Selbstverbesserung und Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus Russland und Deutschland. Außerdem bietet sie Rückhalt in diesen schwierigen Zeiten.

Inna Woloschina ist eines der ältesten Mitglieder der Gesellschaft. Alles begann zum Ende der 90er Jahre, die stellvertretende Direktorin für pädagogische Arbeit der Sekundarschule Nr. 11 zu einem regionalen Jugendlager als pädagogischer Erzieher eingeladen wurde.

– Wir haben dann die Arbeit der Kreise organisiert, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder interessant waren. Das war der Beginn eines herrlichen Lebens, zu dem ich mich angezogen fühlte. Zuerst habe ich an einmaligen Projekten teilgenommen, anschließend wurde ich in die Gesellschaft der Deutschen bereits in der Funktion als Lehrerin für die Deutschkurse eingeladen, – erinnert sich Woloschina.

Zu dieser Zeit entstand die Idee zu dem Projekt „Sonntagsschule“. Die Arbeit mit Kindern erfordert unglaubliche Anstrengungen, Jungs und Mädels unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Interessen für etwas zu begeistern, ist eine besondere Aufgabe.

Inna Woloschina hat diese Aufgabe allerdings perfekt gemeistert, ihr Talent als Organisatorin und hervorragende Pädagogin hat ihr geholfen, Deutsch durch Theateraufführungen zu lernen, ist keine neue Idee, aber es war gerade sie, die die Grundlagen der Theaterwerkstatt legte:

– Auf diese Weise kann man sich Sprachen leichter aneignen. Als ich Deutschlehrerin war, habe ich immer alle möglichen Märchen, Dialoge und Mini-Aufführungen verwendet. In der Theaterwerkstatt schreiben wir selbst die Drehbücher… Hinter unserem 20-minütigen Theaterstück steht viel Arbeit mit den Kindern. Dies bedeutet die Überwindung von Schüchternheit und Selbstzweifeln, es ist aber auch der sprachliche Aspekt – einige hatten im Deutschunterricht Probleme mit dem Sprechen, und hier haben sie angefangen, die Texte auswendig zu lernen.

Die gegenwärtige Realität sieht so aus, dass viele Pädagogen zum Online-Unterricht wechseln. Auch die „Sonntagsschule“ verändert ihr Format etwas. Inna Woloschina bereitet Fernkurse für Deutsch vor. Persönliche Treffen wird es allerdings sicher geben. Zumindest ist dies die Hoffnung der Pädagogen und der Schüler.

Konstatnin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

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