Gute Laune für die richtige Antwort

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Die Jugend der Deutschen Gesellschaft Aktobe haben zum ersten Mal „Was? Wo? Wann?“ im Online-Format gespielt

Dieser Sommer hält für die Jungend in Aktobe nicht viel bereit. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie haben die Anzahl der Menschen auf den Treffen begrenzt. Zum Glück gibt es die sozialen Netzwerke und die neuen Technologien. Für die Mitglieder des Jugendflügels der Deutschen Gesellschaft „Wiedergeburt“ ist die Kommunikation durch die Videotelefonie äußerst nützlich.

– Wir geben uns Mühe, Deutsch nicht zu vergessen, wir üben sie ständig. Jetzt müssen wir nicht mehr über den Lehrbüchern brüten, es gibt einen Haufen anderer Möglichkeiten.Wir diskutieren über Bücher und Filme auf Deutsch. Wir führen intellektuelle Spiele durch, – sagen die Aktivisten der „Jungen Sterne“.

Vor kurzem haben die Jungs und Mädels beschlossen, ihr „Gehirn anzustrengen“ und eine Version der populären TV-Show „Was? Wo? Wann?“ zu spielen. Die Vorbereitung, die Suche nach den Fragen und die Präsentation lagen auf den Schultern von Arina Mischurenko.

– Seit der Kindheit liebe ich diese TV-Show, und generell interessiere ich mich für intellektuelle Spiele. Ich habe mich für das Format des „eigenen Spiels“ entschieden, ich habe einen Mix erstellt. Es ist ganz gut geworden, – erzählt Arina.

Drei Tage brachte die wissbegierige junge Frau auf, um die Fragen zusammenzustellen. Die Geschichte Deutschlands, die russischen und die kasachstanischen Deutschen, Musik, Kunst, Literatur – nicht ein wichtiges Thema wurde ausgelassen.

– Momentan ist es unmöglich, sich mit großen Gruppen zu treffen, also haben wir beschlossen, alles durch Videotelefonie zu machen. Wir haben deutsche Jugendgruppen aus anderen Städten eingeladen, aber leider haben die nicht reagiert. Aber trotzdem war es sehr interessant, – sagt meine Gesprächspartnerin.

Die Fragen wurden nicht nur nach Thema, sondern auch nach Schwierigkeitsgrad eingeteilt – für schwierige Fragen gab es zusätzliche Punkte.

– Wir hatten zwei Teams. Ehrlich gesagt hatte ich Angst, dass die Spieler mit einigen Aufgaben nicht zurechtkommen würden, aber alles lief gut. Wer hat gewonnen? Es gab ein Unentschieden. Als Preise gab es Lächeln und super Stimmung. Im Moment mangelt es vielen an Kommunikation, aber in diesem Format konnten wir sowohl unsere deutsche Sprache wieder herauskramen, als auch unsere Kenntnisse, und wir konnten eine tolle Zeit verbringen, – stellt Arina fest.

Den Jugendflügel der Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ lernte die Oberstufenschülerin der 23. Schule in Aktobe vor einem Jahr kennen. Die Theaterwerkstatt, das Bookcrossing und die verschiedenen Spiele überraschten das 16-jährige Mädchen so sehr, dass sie beschloss, ihre Freizeit dem Klub zu widmen.

– Hier habe ich neue Freunde gefunden, begann, zu wachsen und mich kreativ zu entwickeln. Ich lerne langsam Deutsch. Ich liebe es, Klassiker zu lesen, auch von deutschen Autoren. Ich habe es auch auf Deutsch probiert, aber das ist noch zu schwer. Der Jugendklub hat mir gegeben, was ich vorher nicht hatte. Man kann sagen, er hat mir die Türen zu einer neuen Welt eröffnet, – Arina hält ihre Eindrücke nicht zurück.

Die Leidenschaft der jungen Frau wird auch Zuhause unterstützt. Die Großmutter Anna Kurbanowa – eine Deutsche – gibt ihr die Familienrezepte weiter. Erst vor kurzem hat Arina ihre Freunde aus dem Klub zu einem leckeren Strudel eingeladen.

– Ich liebe es auch, zu schreiben. Verschiedene Geschichte, Natureindrücke. Ich habe vor, auf die Deutsch-Kasachische Universität zu gehen. Ich möchte Kulturwissenschaftlerin werden oder vielleicht internationalen Journalismus studieren, – teilt Arina Mischurenko ihre Pläne mit.

Der Jugendklub hat noch viele Pläne für die nächste Zeit: ein Video mit Kochrezepten aufnehmen, gemeinsame Filmvorführungen organisieren, Bücher besprechen. Natürlich wird es auch nicht ohne die intellektuellen Spiele „Brainstorming“ oder „Wer wird Millionär?“ gehen.

Konstantin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

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