In Erinnerung an den, der das Wort trägt…

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In Aktau fand ein literarisches Treffen statt, das Gerold Belger gewidmet war.

Die Stadt am Meer sehnte sich nach Treffen, Spaziergängen und Festen. Die einschränkenden Maßnahmen machten es den Menschen unmöglich, einfach persönlich miteinander zu plaudern.

– Als es erlaubt wurde, Veranstaltungen durchzuführen, atmeten wir erleichtert auf. Die Aktiven Mitglieder unserer Gesellschaft wollten ihre Pläne mitteilen und Meinungen zu ihren Ideen hören, – sagt man in der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktau.

Man beschloss, die erste Großveranstaltung im deutschen Zentrum dem Publizisten und Literaturwissenschaftler Gerold Belger zu widmen. Um es vorweg zu greifen, das Thema stieß bei den Bewohnern von Aktau auf großes Interesse.

– Wir planen eine Reihe ähnlicher literarischer Treffen, und wir haben mit unserem nationalen Meister begonnen – Gerold Karlowitsch. Für mehrere Stunden wurden sowohl Kinder als auch Erwachsene, Menschen verschiedener Kulturen und Nationalitäten zu einem Ganzen. Sie saugten Informationen in sich auf und teilten emotional mit, was sie in der Seele spürten, – erzählte die Leiterin des Netzwerks der Begegnungszentren der Gesellschaft „Wiedergeburt“ in Aktau Elena Seliwjorstowa.

Auf dem Programm stand eine kurze Biografie des Schriftstellers, ein kleiner Film über ihn, aber besonders bewegend war der Teil, in dem den Anwesenden die Erzählung „Der Wolf“ vorgestellt wurde. Viele hatten Tränen in den Augen.

– Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zum ersten Mal von Belger hörte. Wissen sie, mein Vater wurde geboren und starb am selben Tag wie dieser talentierte Mensch. Er sprach sehr gut Deutsch, Kasachisch und Russisch. Mit 10 Jahren setzte er sich auf einen Traktor, viele Jahre lang arbeitete er als Fahrer… Als ich von Gerold Karlowitsch hörte, erinnerte ich mich an meinen Vater, – der Gast des Treffens Klara Wangler verbirgt ihre Emotionen nicht.

Sie kam mit ihrem Ehemann und den Kindern zu der Veranstaltung. Schon am Abend, beim Abendessen, teilten alle ihre Eindrücke miteinander. Und danach suchten die Wanglers nach weiteren Informationen über Belger.

– Wir wollen Deutsch können. Als wir bei Verwandten in Deutschland zu Besuch waren, war die Kommunikation kompliziert. Deshalb haben wir jetzt mit einer besonderen Einstellung das Studium ergriffen. Zum Glück gibt es die Gesellschaft der Deutschen, welche dabei hilft, – fährt meine Gesprächspartnerin fort.

Die Veranstaltung endete mit einer Ausstellung von Zeichnungen und Blumen. Die Erschaffer der Arbeiten sind Kinder aus dem Arbeitskreis „Basteln“.

Konstantin Sergeew

Übersetzung: Philipp Dippl

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