Vom 22. bis zum 27. Juli fand in der Stadt Almaty im Deutschen Haus das Seminar „Fortbildungskurs Organisation der Alten- und Behindertenpflege“ im Rahmen des Projektes „Partnerschaft mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“ statt.

Das Seminar war die Fortsetzung des Trainingskurses zur Altenpflege unter Verwendung von in Deutschland entwickelten Methoden und Standards. Die erste Gruppe aus 5 Kursteilnehmern hat im letzten Jahr die Stadt Kaiserslautern (BRD) besucht, wo die Teilnehmer ein Praktikum absolvierten und die Arbeit von Spezialinstituten kennenlernten. In diesem Jahr umfasste das Seminar 14 Mitarbeiter regionaler Gesellschaften Kasachstans, welche an dem Projekt „Pflege daheim“ als Assistenten der Sozialkoordinatoren und Pflegeassistenten teilnehmen. Sie arbeiten mit alleine lebenden schwerkranken alten Menschen und Behinderten, die Hilfe benötigen. Diese Arbeit erfordert große moralische und physische Stärke.

Von der gesellschaftlichen Stiftung „Vereinigung der Deutschen Kasachstans „Wiedergeburt“ wurde die qualifizierte Spezialistin und Leiterin der Organisation „Medivita GmbH Ambulanter Pflegedienst (BRD), unsere Landsfrau Elena Berner eingeladen.

Elena beantwortete die Fragen der Zuhörer danach, wie man richtig mit dem Patienten kommuniziert, wie man sanitäre und hygienische Maßnahmen kompetent durchführt und vieles weitere. Elena führte praktische Übungen zur Pflege von Patienten im Bett durch und demonstrierte Komplikationen im Übungsraum des Deutschen Hauses. Die erworbenen Fähigkeiten konnten die Teilnehmer dank einer speziellen Puppe und visueller Hilfsmittel festigen.

Darüber hinaus wurden für die Sozialarbeiter Vorlesungen zu den Grundlagen der kommunikativen Arbeit mit älteren Menschen gehalten. Das Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Irina Wakengut erzählte über den Einsatz spezieller psychologischer Techniken in der Kommunikation mit Patienten sowie über Besonderheiten der Ernährung und Gesundheitsindikatoren älterer Menschen.

Gesondert hervorgehoben wurden die Besonderheiten der Teilnahme der Deutschen der Republik an staatlichen Programmen, der Erhalt staatlicher Sozialhilfe und Leistungen für Behinderte und Rentner.

Die Teilnehmer waren dankbar für die aktuellen und zeitgemäßen Informationen und für die Möglichkeit der praktischen Erarbeitung der Fertigkeiten für die Pflege, welche lebenslang wichtig für die Arbeit mit den einsamen Menschen deutscher Nationalität, die in Kasachstan leben, sein werden.

 

Elena Popowa, Koordinatorin der Sozial- und Gesundheitsprojekte der GS „Wiedergeburt“

Übersetzung: Philipp Dippl

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